Weinempfehlungen

Die Ahr ist mit etwa 560 Hektar Rebfläche eines der kleinsten und exklusivsten Weinanbaugebiete Deutschlands. An den Steilhängen über dem Fluss gedeihen vor allem Rotweine. Mit einem Anteil von über 85% an roten Rebsorten bietet das Ahrtal somit perfekte Begleiter zur neuen und kreativen deutschen Küche.

Hauptsächlich werden im Ahrtal Spätburgunder, Portugieser und Frühburgunder als roter Wein ausgebaut. Es gibt zwei geläufige Herstellungsarten, die den jeweiligen Geschmack vornehmlich bestimmen:

Der traditionelle bzw. klassische Ausbau im großen Holzfass. Hier schmeckt der Rotwein feinfruchtig nach roten Beeren und ist harmonisch im Alkohol und Gerbstoffgehalt. Der Geschmack ist frisch und die hellrote Farbe lässt vielfältige Variationen mit Fisch- und Fleischspeisen zu. Wichtig ist, dass die Speisen mit Butter gebraten werden. Die leichten Röststoffe, die bei der Zubereitung entstehen, harmonieren fantastisch mit den traditionell hergestellten Weinen.

Die Königsklasse der Rotweinherstellung ist der Barrique-Ausbau. Die besten roten Trauben eines Jahrgangs werden in das kleine und neue Holzfass zum Reifen gelegt. Der ohnehin schon kräftige Jungwein reichert sich mit würzigen und balsamischen Aromen an. Meistens verfügt der König der Rotweine auch über einen hohen Alkoholgehalt. Damit das Dinner zum Vergnügen wird, benötigen Sie eine Speise, die genauso kräftig ist wie der Wein. Sie dürfen also schmoren und braten. Sehr gut harmonieren Rind oder Wild mit Rotweinen aus dem Barrique.

Mit folgenden Grundregeln finden Sie stets die perfekte Harmonie:

Alkohol erhöht den Eindruck der Süße, verstärkt die Wirkung von Gewürzen und verhilft zu einer funktionierenden Verdauung.

  • Ein niedriger Alkoholgehalt im Wein lässt die Säure stärker hervortreten.
  • Trockene Weine mit hohem Alkoholgehalt wirken milder als trockene mit niedrigem Alkoholgehalt.

Bitterstoffe, die sich im Wein oder durch Rösten, Grillen bzw. Schmoren in den Speisen befinden, harmonisieren die Süßeempfindung und mäßigen die Säureempfindung.

  • Bitterstoffe werden langsam wahrgenommen, halten aber lange an. Sie sind bekömmlicher in Verbindung mit gerbstoffhaltigen und alkoholreichen Weinen.

Stark fetthaltige Speisen sind bekömmlicher mit Weinen, die reich an Säure, Gerbstoff und Alkohol sind. Diese drei Weinkomponenten regen übrigens Appetit und Verdauung besonders an.

Kräftig gewürzte Speisen (z. B. mit Pfeffer, Chili, Curry und Tabasco) schmecken in Verbindung mit alkoholreichen Weinen noch kräftiger. Bei Weinen, die neben einem hohen Alkoholgehalt auch noch kräftige Säure besitzen, ist deshalb äußerste Vorsicht geboten!

Salz steigert die Wahrnehmung der Aroma- und Bitterstoffe in Wein und Speisen

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