Portugieser

Im Gegensatz zum Blauen Spätburgunder ist der Blaue Portugieser ein Vertreter der flotten und unkomplizierten Art: Er reift früh und ist ein angenehmer, säurearmer und süffiger Tropfen. „Schnelligkeit“ beweist der Portugieser auch im Keller: Er ist schon Ende November/Anfang Dezember ein gut trinkbarer und harmonischer Wein.

Der Portugieser ist hinsichtlich der Anbaufläche nach dem Spätburgunder die zweitwichtigste Rotweinrebsorte an der Ahr. Die Anbaufläche liegt bei 28 Hektar; das sind gut 5,0 Prozent der Rebfläche. Nachdem sich viele Winzer in den 70er Jahren vom Portugieser verabschiedet hatten, nahm die Anbaufläche im nachfolgenden Jahrzehnt wieder zu und hat sich seit den neunziger Jahren weitgehend stabilisiert.

Die Sorte stellt geringe Boden- und Lagenansprüche, ist allerdings weniger für feuchte und schwere Böden geeignet. Auch mit nährstoffarmen Sandböden kommen die Reben gut zurecht. Treten keine Schäden durch Winterfröste ein, gilt der Portugieser als wüchsig und ertragssicher. Die Trauben reifen früh und können als Qualitätswein mitunter schon in der ersten Septemberhälfte geerntet werden.

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