Riesling

Der Riesling wächst in allen deutschen Anbaugebieten und nimmt an der Ahr eine Rebfläche von 46 Hektar in Anspruch, das entspricht 8,2 % der bestockten Rebfläche.

An der Ahr schmeckt er besonders rassig und pikant. In wunderbarer Weise trägt er seinem Charakter Rechnung, ist spritzig und lebendig. Die Winzer schätzen den Riesling schon wegen seiner „Nehmerqualitäten“. Die kleinen Beeren stecken einiges an Trockenheit und Frost weg. Was sie im Glase wieder „austeilen“, hat den legendären Ruf deutscher Weißweine begründet. Vor dem ersten Schluck ist bereits die Nase entzückt: Ein großer Riesling hat ein überwältigendes Bukett, das an Pfirsiche erinnert.

Der Riesling ist eine langsam reifende Rebsorte, deren prägendes Element die fruchtige Säure ist. Deshalb ist er prädestiniert für die nördlichen Anbaugebiete, wo er in der späten Herbstsonne seine Reife vollendet. Er stellt die höchsten Ansprüche an die Lage (Energie), dafür aber geringe Ansprüche an den Boden. Je nach Standort (Bodenart und Mikroklima) bringt er sehr unterschiedlich nuancierte Weine. Optimale Bedingungen bieten die wärmespeichernden steinigen Steillagen entlang der Flusstäler.Rieslingweine stehen in allen Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen zur Verfügung. Teilweise erfolgt der Ausbau im traditionellen Holzfass. Neben unkomplizierten Alltagsweinen bietet sich eine reiche Auswahl an Prädikatsweinen. 

Der "typische" Riesling zeigt eine blassgelbe, ins grünlich-gelbe tendierende Farbe, im Duft dominieren Pfirsich oder Apfel, im Mund spürt man eine rassige Säure. Bei den Rieslingen von Schieferböden spricht man von einer mineralischen Note. Die natürliche Säure bietet ein gutes Potenzial zur Versektung. So finden wir in vielen Betrieben Winzersekte vom Riesling.

Rieslinge sollten frühestens ein Jahr nach der Ernte getrunken werden, viele erreichen ihre optimale Trinkreife erst nach einigen Jahren. Die Lagerfähigkeit von Spitzenweinen ist nahezu unbegrenzt.

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