FRÜHBURGUNDER-FORUM



!!Das nächste FRÜHBURGUNDER-FORUM findet 2021 statt!!



Der Blaue Frühburgunder von der Ahr wurde in die "Arche des Geschmacks" von Slow Food Deutschland und dem Convivium Bonn aufgenommen. Die Ahr-Winzer erhalten damit nicht nur eine für ihr Flusstal identitätsstiftende Rebsorte, sie sorgen auch dafür, dass die Vielfalt der Rebsorten gewahrt bleibt. Die Förderung des Frühburgunders ist damit ein weiterer Beitrag zur Biodiversität und gegen das Überhandnehmen einiger weniger Mode-Rebsorten.

Durch die Aufnahme in die "Arche des Geschmacks" ist die Nachfrage gestiegen, der Frühburgunder-Bestand überschreitet inzwischen 35 ha und wird weiter angebaut. Seine Herkunft verdankt der Frühburgunder einer Mutation aus dem Blauen Spätburgunder. Er stammt also aus der Familie der echten Burgundersorten (Pinot).

Im März 2007 wurde mit Beteiligung von 16 Weingütern und Winzergenossenschaften das 1. Frühburgunder-Forum mit großem Erfolg durchgeführt, welches nun im 2-Jahres-Rhythmus durchgeführt wird. Neben der Teilnahme an wissenschaftlichen und geschichtlichen Foren kann der interessierte Besucher mehr als 40 verschiedene Frühburgunder des Ahrtals verkosten.



DER FRÜHBURGUNDER

Der Blaue Frühburgunder ist wählerisch: Zu heiß darf es ihm nicht werden, ideal also für das Weingebiet Ahr. Dort war er noch Anfang des 20. Jahrhunderts eine der hauptsächlich angebauten Traubensorten. Doch die starke Verrieselungsneigung, die geringen Erträge der kleinen Trauben und Viren in den alten Klonen führten dazu, dass er in den 1960er Jahren mit einem Bestand von 15 Hektar fast ausgestorben war.

An der Ahr jedoch, und dort besonders im Ortsteil Bachem der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, hielt man dieser Rebsorte die Treue - und sei es nur auf einigen wenigen Parzellen, um neben der Landwirtschaft ein Zubrot zu haben. Sogar als Gartenumfriedung war er zu finden. Die Forschungsanstalt Geisenheim erweckte den Frühburgunder dann in den 1970er Jahren durch systematischen Neuaufbau der Klone zu neuem Leben.

Heute findet sich an der Ahr mit fast 40 Hektar die größte Anbaufläche des Frühburgunders in Deutschland. Insgesamt wird er in Deutschland inzwischen wieder auf etwa 250 Hektar kultiviert.