Das Heimatmuseum in Sinzig

Die Familie Niederée ist nicht nur mit dem Rheinstädtchen Linz aufs Engste verbunden, sie hat auch eine besondere Bedeutung für das Heimatmuseum im Sinziger Schloss. Darüber wird Museumsleiterin Agnes Menacher in der Reihe „Turmgespräche“ des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums am 16. November im Schloss referieren. Das Museum widmet dem früh verstorbenen Malertalent Johann Martin Niederée (1830-1853) ein kleines Kabinett, wo einige seiner Arbeiten, Portraits und religiöse Motive in Malerei und Zeichnung zu bewundern sind. Agnes Menacher spricht von des Malers „Blitzkarriere vom schönen jungen Künstler und Grenadier der Garde zum Protegé des Königs von Preußen, welche die ganze Berliner Presse Mitte des vorigen Jahrhunderts in Atem hielt“. Johann Martin Niederée stand der Familie Bennerscheid nahe. Seine ältere Schwester Elisabeth heiratete später den Weingutsbesitzer Arnold Bennerscheid aus Sinzig. Das führt zu einem zweiten Mitglied der Niederées, Philipp Niederée aus Linz, verwandt mit dem Künstler und ebenfalls kunstsinnig. Er vermachte seine Sammlung von Gemälden, Möbeln, und Skulpturen gegen Auflagen der Stadt Sinzig. Am 12. Oktober 1952 teilte er mit, es handele sich „hauptsächlich um alten ererbten Familienbesitz der Niederée (rh. Kunstmaler), der von Keller (Kupferstecher), der Bennerscheid-de Bêche“. Philipp Niederées Wunsch, „dieses Gut der Allgemeinheit zugänglich zu machen, den Fortbestand zu sichern, den Verkauf u. die Auseinanderreißung zu verhindern“, wurde Wirklichkeit und bildete den Grundstock des Sinziger Museums. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
Adresse
  • Verein zur Förderung der Denkmalpflege
  • Kalkturmstr. 22
  • 53489 Sinzig
Termin
Zeit:
  • Donnerstag 19:00
Ort
Schloss